Der Lipizzaner

Herkunft:
Lipica, Slowenien
Größe:
1.55 m bis 1.58 m Stockmaß
Farbe:
Überwiegend Schimmel, seltener Rappen und Braune
Gebäude:
Geschlossener, Barocker Typ, breite Brust, genügend langer muskulöser Rücken,
kräftige runde Kruppe, Relativ großer gestreckter Kopf mit kleinen Ohren,
Rams-
nase rassetypisch, muskulöser nicht zu langer Hals mit betontem Aufsatz
Fundament: Kurz,
kräftig und trocken; kleine, harte Hufe und korrekt geformte Hufe
Bewegung: Fleißig,
energisch; Trab mit mehr oder weniger "Knieaktion" (vgl. Spanischer
Tritt)
Eignung:
Dressur, Fahrpferd, Freizeitpferd
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Die einstigen "Kaiserschimmel" der Habsburger
Monarchie haben ihren Ursprung als älteste Kulturpferderasse Europas mit
konsequenter Gestütszucht in Lipica, heute Slowenien. Durch Einkreuzungen von
importierten Spaniern, später auch von Neapolitanern und Arabern in die
einheimischen Karstpferde entstand auf Initiative von Erzherzog Karl II um 1580
das "Pferd Karster Rasse Lipizzaner Zucht".
Bedingt durch die von Kriegen gezeichnete Geschichte verbreiteten sich die
Lipizzaner auch in anderen osteuropäischen Ländern. So entstanden Gestüte in
Rumänien (Simbata de Jos). Ungarn (Szilvasvarad), der heutigen Slovakei (Topolcianky),
Kroatien (Dakovo), Kroatien (Militärgestüt Karadjordevo), Bosnien (Prnjavor)
und Italien (Monterotondo).
Die klassischen Hengststämme
| Frederiksborger Däne | Original Neapolitaner | Original Neapolitaner | Kladruber | Kladruber | Araber |
| Pluto | Conversano | Neapolitano | Maestoso | Favory | Siglavy |
| 1765 Schimmel |
1767 Rappe |
1790 Brauner |
1773 Schimmel |
1779 Falbe |
1810 Schimmel |
Die Zuchtstätte, in der die Lipizzaner für die Spanische
Hofreitschule in Wien gezogen werden, ist seit 1920 das Gestüt Piber in der
Steiermark (Österreich).
Aufgrund der verschiedenen Ansprüche, welche die so entstandenen Gestüte an
das Pferd stellten, entwickelte sich ein nicht einheitlicher Typ des
Lipizzaners: In Piber wird ein barockbetonter Lipizzaner gezogen; während
Lipica einen etwas größeren, modernen Reitpferdetyp züchtet. In Ungarn,
Rumänien, der Slovakei, Kroatien und Bosnien bevorzugt man dagegen eher einen
kalibrigen, größeren Fahrpferdetyp. Ungarische Fahrlipizzaner haben sich
mittlerweile im internationalen Fahrsport etabliert. Der in der Fachliteratur
beschriebene Typ des "Wirtschafts-Lipizzaners" (Landwirtschaft) wird
in dieser Art heute nicht mehr gezüchtet.
In Deutschland einigten sich die Lipizzanerzüchter, die sich im Verband der Züchter der Spezialpferderassen in Bayern zusammengeschlossen haben, auf einen Lipizzanertyp, welcher sich wie folgt definiert:
Geschlossener, barocker Typ, breite Brust, genügend langer, muskulöser Rücken; runde Kruppe
Relativ großer, gestreckter, trockener Kopf mit kleinen Ohren; Ramsnase rassetypisch; muskulöser, nicht zu langer Hals mit betontem Aufsatz
Die Bewegungen sollen fleißig, energisch und elastisch sein mit bester Schwungentfaltung und "Knieaktion" im Trabe
Als Stockmaß ist die Schulterhöhe von 1,55 m bis 1,58 m festgelegt worden.
Dieser Rassetyp wird auch von der L.I.F. (Lipizzan Federation International) als Zuchtziel angestrebt und entspricht den Zuchtkriterien des Ursprungszuchtbuches, welches im Bundesgestüt Piber, Österrreich, geführt wird.
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Verwendung: Der Lipizzaner hat eine hohe Versammlungsbereitschaft. Für Lektionen über der Erde ist ein starkes bis überschäumendes Temperament Voraussetzung. Lipizzaner sind ideale Pferde für niveauvolles dressurmäßiges Freizeitreiten und -fahren. Charakter: Haltung: |